19. Januar 2015
Mit Stena Line nach London
Ein Minitrip ins vorweihnachtliche London: Mit der Fähre von Hoek van Holland in die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs! Stena Line lädt dich zu einer unvergesslichen Kurzreise ein.
Mit der Fähre nach London? Ich kenne viele Wege nach London, bin mit dem Eurostar gefahren und schon auf dem ein oder anderen Flughafen gelandet - mit der Fähre bin ich aber noch nie nach London gereist, erst Recht nicht über Holland. Ich war also gespannt auf die Reise und freute mich sehr auf London.
Freitagnachmittag traf sich unsere kleine Reisegruppe in der verbotenen Stadt (für alle nicht-Kölner: Düsseldorf), wo wir uns kurz beschnupperten, bevor uns ein kleiner Reisebus nach Hoek van Holland bringen sollte. Dort kamen wir so gegen 19.30 Uhr an, checkten ein und verabredeten uns für 20.30 Uhr im Metropolitan à-la-carte-Restaurant.
An Bord der Stena Line
Neugierig öffnete ich meine Kabine. Uns wurde eine Außenkabine versprochen, worüber ich mich sehr freute. Innenkabinen sind gar nicht mein Ding. Selbst wenn wir in der Kabine nur schlafen, ich komme mir immer ein wenig eingesperrt vor und mir fehlt der Blick aus dem Fenster. Hier hatte ich ein schönes großes Bullauge, durch das ich in die Nacht gucken konnte. Die Kabine war schön hell und geräumig und zu meiner Überraschung war das Bett doppelt so groß, wie normalerweise in Einzelkabinen. Wow, super - aber schade, dass ich alleine fahren musste, da Olli keinen Urlaub mehr hatte.

Nachdem die Kabine inspiziert wurde, war es auch schon Zeit, sich auf den Weg zum Restaurant zu machen. Glücklicherweise mussten wir nicht am Buffet anstehen, sondern bekamen ein Drei-Gänge-Menü im Restaurant serviert. Ich entschied mich gegen eine Vorspeise, als Hauptgang für den hauseignen Burger und als Nachtisch für eine Crème Brûlée bzw. eine White chocolate crème brûlée. Der Nachtisch war ein Gedicht. Meine Hauptspeise war aber auch gut, das möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen.

Auch nicht verschweigen möchte ich an dieser Stelle mein Highlight des Abends. Wir waren ein Fotograf, Redakteure und Blogger, insgesamt 10 Personen. Wir, die Blogger, zückten immer mal wieder unserer Smartphones um Schnappschüsse zu schießen, diese auf Instagram hochzuladen und zu twittern - was man als Blogger nun mal so macht. Während wir also auf unser Abendessen warteten, die sozialen Netzwerke versorgten, kam folgende Aussage unseres Fotografen: und jetzt packen alle mal ihre Smartphones weg - unsere Antwort_: Ähm bitte? Wir sind Blogger! _ Ja ja, Welten prallen aufeinander.
9 Stunden London entspannt genutzt
Die Nacht endete früh (5.30 Uhr), es wurde schnell gefrühstückt und dann befanden wir uns auch schon samt Gepäck im Zug von Harwich nach London. Gegen kurz vor neun erreichten wir den Bahnhof Liverpool Street im Herzen von London. Da wir abends mit einem anderen Schiff zurück fahren sollten, mussten wir unser Gepäck mit von Bord nehmen und an der Liverpool Street aufgeben (Gleis 10, 10 £ für den Tag). Da dies die meisten Passagiere machen, muss man ein bisschen Wartezeit in Kauf nehmen, bevor man sich ins Getümmel stürzen kann.
Mein Plan für den Tag in London war es allerdings nicht, sich ins Getümmel zu stürzen. Wir hatten den Tag zur freien Verfügung und aus dem Grund wollte ich mich mit einer meiner besten Freundinnen treffen, die nach der Schule nach London gegangen und geblieben ist. Treffpunkt war die Tower Hill - Station. Bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein traf ich mich also mit Yvonne und freute mich sehr sie zu sehen. Kurz bevor wir nach London kamen, eröffnete die Tower Bridge den Skywalk und den wollte ich mir nicht entgehen lassen. Da es immer nur ein bestimmtes Kontingent an Tickets gab, habe ich bereits im Vorfeld für Yvonne und mich online ein Ticket gebucht, so dass wir uns direkt Richtung Tower Bridge aufmachen konnten. Yvonne mag die Höhe nicht so sehr, daher war ich sehr happy, dass sie gesagt hat, sie würde mich zum Skywalk begleiten. Und nun standen wir also vor den Glasplatten. Es war schon hoch und ein sehr komisches Gefühl runter zuschauen. Zu sehen, wie Londons Verkehr unter uns entlang fuhr, die Fußgänger die Brücke passierten. Der erste Schritt auf die durchsichtige Fläche fühlte sich auch noch ein wenig merkwürdig an, aber dann war es doch ein sehr spannendes Gefühl auf den Glasplatten mit Sicht nach unten zu stehen. Yvonne war glücklicherweise so nett und kam fürs Foto auch mit auf den Skywalk.

Nachdem wir die Tower Bridge wieder verlassen hatten, hatten wir bereits Mittag und unser Frühstück war nun schon eine Ewigkeit her. Aus dem Grund beschlossen wir, etwas essen zu gehen. Allerdings wollte wir das nicht mit einer Horde Touristen machen. Yvonne schlug die Docklands vor und so machten wir uns auf zu den St. Kathrine Docs. Schön abgelegen gönnten wir uns eine kleine Pause und genossen unser Mittagessen.

Schöne Fotomotive und die Flucht
Nach dem Essen verabschiedete sich Yvonne und ich machte mich alleine auf den Weg Richtung Innenstadt. Mein Weg führte mich von der Tube Station Embankment zum Trafalgar’s Square und dann über die Whitehall zu Big Ben und den Houses of Parliament. Die Sonne begann nun langsam unter zu gehen, so dass sich am Fluss das ein oder andere wunderschöne Fotomotiv ergab.

Das warme Licht der untergehenden Sonne wollte ich nutzen und machte mich schnellen Schrittes Richtung St. James Park auf. Ich liebe diesen Park mit seinen Vögeln, Eichhörnchen und blühenden Pflanzen.

Über The Mall schlenderte ich weiter Richtung Buckingham Palace und bog am Green Park Richtung Tube ab. Ich war müde und hatte ehrlich gesagt keine Lust mehr zu laufen. Trotzdem wollte ich noch zum Picadilly und zur Regent Street, da die Weihnachtsbeleuchtung immer sehr schön ist. Die Beleuchtung und Weihnachtsdeko war auch sehr schön, allerdings war es rund um den Picadilly völlig überlaufen. Fortbewegen war nur im Schneckentempo möglich und eigentlich musste man auch nicht mehr selbst laufen, man wurde geschoben. Ein Graus! Aus dem Grund machte ich noch einen kurzen Abstecher in die Carnaby Street und hoffte heimlich, dass es dort nicht so überlaufen war. Dem war leider nicht so. Es war wohl angenehmer als auf der Hauptstraße, aber immer noch schlimm. Darauf hatte ich dann auch keine Lust mehr. Meine Zeit in London war auch so gut wie zu Ende, so dass ich mich ohne schlechten Gewissens Richtung Oxford Street und Tube Station aufmachen konnte um meinen Rückweg zur Liverpool Street anzutreten. Ich weiß schon, warum ich bei meinen Londonbesuchen die Innenstadt meide.

Bye bye London see you soon
Um 19.30 Uhr saßen wir alle müde aber glücklich im Zug, der uns zurück nach Harwich und zu unserm Schiff bringen sollte, welches am nächsten Morgen wieder den Hafen von Hoek van Holland erreichte.
Es war ein anstrengender aber auch schöner Tag in London!
Hinweis: auf die Kurzreise nach London wurde ich von Stena Line eingeladen, vielen Dank dafür!